Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend


Länge ca. 35 Minuten
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Begrüßung

Gerd Hoofe

Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Deutschland

Gerd Hoofe

und

Einführung
„Der Schutz von Mädchen und Jungen vor sexueller Gewalt in den Neuen Medien“

Maud de Boer-Buquicchio
Stellvertretende Generalsekretärin des Europarats

Maud de Boer-Buquicchio

 


Länge ca. 33 Minuten
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Impulsreferat
„Auf wie viele verschiedene Arten kannst Du mir weh tun?”

Sharon Cooper
MD FAAP - University of North Carolina, Chapel Hill School of Medicine, USA

Sharon Cooper

Sharon Cooper definiert zunächst die verschiedenen Arten sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen und veranschaulicht sie mit Hilfe von zahlreichen Beispielen. Die Gefahr bei der Sexualisierung von Kindern liege darin, dass sie als begehrenswerte Sexualpartner betrachtet würden. Dies werde durch die öffentliche Darstellung erwachsener, sexualisierter Frauen in kindlicher Aufmachung weiter verstärkt. Neben der Sexualisierung von Schutzbefohlenen seien auch Schuldgefühle und Verdrängung bei Gewaltopfern entscheidende Voraussetzungen für sexuelle Ausbeutung von Kindern. Zu den Motiven derer, die sexuelle Ausbeutung begehen, zählen u.a. sexuelle Bedürfnisse und die Flucht aus dem Alltag. Wichtig sei es, proaktiv die Sexualisierung von Kindern und Jugendlichen einzudämmen, um Schutzbefohlene vor sexueller Ausbeutung zu schützen.

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Länge ca. 27 Minuten
Verfügbare Formate:
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Impulsreferat
„Medienkompetenz von Jugendlichen / Familien in web 2.0 Angeboten“

Zoë Hilton
Grundsatzreferentin, National Society for the Prevention of Cruelty to Children, Großbritannien

Zoë Hilton

Zoë Hilton gibt einen Überblick über Möglichkeiten und Risiken des Web 2.0 und stellt Maßnahmen vor, diesen Risiken zu begegnen. Die heutige technologische Entwicklung mache den Internetzugang fast überall und zu jeder Zeit möglich. Grundsätzlich biete das Internet Kindern vielfältige Chancen, aber die Forschung müsse noch klären, in welchem Umfang Kinder wirklich einen positiven Nutzen aus Internet und Web 2.0 zögen. Darüber hinaus stellt Zoë Hilton Risiken der Internetnutzung dar, zu denen in erster Linie der Kontakt zu fremden Personen, zu illegalen Inhalten und strafbarem Verhalten, die Freigabe privater Informationen sowie die Suchtgefahr zählten. Für einen besseren Kinderschutz gelte es, die Wahrnehmung und den bewussten Umgang mit dem Internet zu unterstützen. Eine Maßnahme sei das Fördern der Medienkompetenz – sowohl im privaten Raum als auch in Schulen. Zudem sollten verbesserte technische Maßnahmen wie Filter und Zugangssperren, aber auch eine unabhängige Beobachtung der Einhaltung und Wirksamkeit von Internetregeln die Risiken des Web 2.0 für Kinder und Jugendliche mindern.

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Länge ca. 30 Minuten
Verfügbare Formate:
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Impulsreferat
„Opferidentifizierung“

Jörg Ziercke
Präsident des Bundeskriminalamtes

Jörg Ziercke

Jörg Ziercke präsentiert einleitend verschiedene Statistiken zum sexuellen Missbrauch von Kindern sowie zu Besitz und Verbreitung kinderpornografischen Bildmaterials. Dabei stellt er die hohe Relevanz des Internets als Tatmittel heraus. Besonderes Augenmerk gelte dem weltweit hohen Maß an sexueller Ausbeutung und der zunehmenden Verbreitung entsprechender Bilder. Präventive und repressive Maßnahmen zielten darauf, diese Entwicklung aufzuhalten. Insbesondere die Kooperation mit nationalen und internationalen Sicherheitsbehörden, die einen umfangreichen Austausch von Täter- und Opferinformationen ermöglicht, sowie die Einrichtung internationaler Bilddatenbanken sollen bei der Aufklärung der Straftaten helfen. Jörg Ziercke stellt einzelne Kriminalfälle vor und weist darauf hin, dass Täter und Opfer im Internet immer jünger würden. Wichtiger Baustein bei der Bekämpfung der kommerziellen Verbreitung von Kinderpornografie sei das Access Blocking. Durch diese Maßnahme würden bis zu 80 Prozent der Nutzer pornografischer Inhalte, die so genannten Gelegenheitskonsumenten, davon abgehalten, entsprechende Webseiten zu besuchen.


Länge ca. 36 Minuten
Verfügbare Formate:
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Impulsreferat
„Jugendliche (Sexualstraf-)Täter - was nun?“

Monika Egli-Alge
Geschäftsführerin Forensisches Institut Ostschweiz

Monika Egli-Alge

Monika Egli-Alge gibt zunächst einen kurzen Einblick in verschiedene Definitionen „sexueller Übergriffe“ sowie in die Täterstatistik. Dabei hebt sie hervor, dass die Zahl der verurteilten Jugendlichen in der Schweiz konstant, die Datenlage auf der internationalen Ebene jedoch noch „verwirrend“ sei. Im Bereich der Datenerfassung sowie in der Erstellung verlässlicher Täterprofile sei weitere Forschung dringend notwendig. Monika Egli-Alge referiert darüber hinaus über verschiedene Täterstrategien und zeigt Ursachen für frühe Delinquenz auf, die in der Mehrheit nicht in psychischen Erkrankungen der delinquenten Jugendlichen lägen. Wichtig sei es, zu Straftätern gewordene Jugendliche in einer Weise zu behandeln, die ihren Delikten und ihrer individuellen Persönlichkeit angemessen ist, und die Jugendlichen nicht zu stigmatisieren. Sie müssten lernen, Bewältigungsstrategien zu entwickeln und für ihr Leben in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Effektive Möglichkeiten, die Zahl der Täter und der Missbrauchsfälle zu verringern, lägen u.a. in einem angemessenen Jugendstrafrecht, der technischen Sperrung von kinderpornografischen Webseiten und in modernen Behandlungsprogrammen für Täter.

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In Kooperation mit
ECPAT Innocence in danger unicef Save the Children

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